Richard Dawson

Donnerstag, 23. April 20:30 Uhr
Chäslager

Chäslager (rollstuhlgängig)
Steh- und Sitzplätze CHF 30

Pop/Jazz
England

Richard Dawson Gitarre, Stimme
John Pope Bass, Stimme
Andrew Cheetham Drums, Stimme

Er ist ein Solitär unter den von Folk beeinflussten Musikern Englands: Wenn Richard Dawson singt und spielt, kommt die Seele ins Beben. Strange und beautiful.

Seine kraftvolle Stimme, die gärt und beschwört und auch ins Falsett kippen kann, hat nichts Gekünsteltes. Richard Dawson singt, was er fühlt. Das kommt direkt aus seinem Bauch. Auch die Art, wie er Gitarre spielt, ist gleichzeitig impulsiv und fragil. Mit dem Album „2020“ hat Dawson letztes Jahr ein Stück Musik geliefert, das von der Kritik mehrfach als Meisterwerk bezeichnet wurde.

Sein vorheriges Album „Peasant“ klang eher pastoral und berichtete von dunklen Gestalten des Mittelalters. Auf „2020“ singt Dawson aus der Aktualität des heutigen Alltags heraus und verarbeitet Fragmente und Stories, die er von Konzertbesuchern hörte. Zur Expressivität der Musik gehört der Kontrast von dreckigen Riffs, lieblichen Pop-Melodien und latent bombastischen Arrangements. Ein moderner Geschichtenerzähler ohne Glamour, dafür mit dem prekären Glanz des Outsiders.

Als Jugendlicher habe er die Schule vernachlässigt, sagte er in einem Interview mit dem „Guardian“. „Ich hatte eine Gitarre und war besessen von Songs. Alles andere wurde zweitrangig.“ Ein Erweckungserlebnis hatte er an einem Konzert von Sun Ra mit dem Saxophonisten Marshall Allen, der unverfroren in sein Horn blies: „I was like: ‘Oh my God! That’s what I want to do!’“

Seit 2007 hat Richard Dawson sechs Alben veröffentlicht. Es sind persönliche Dokumente eines Künstlers, die mit ihrer elementaren Kraft und grossen Eigenwilligkeit manchmal wie „art brut“ wirken. Viele Einflüsse sind herauszuhören, vom rauen Gestus eines Captain Beefheart oder den Sun City Girls bis zu den versponnen Pop-Formen gewisser Psychedelia. Am besten aber hört man einfach zu. Richard Dawson ist original.

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