«Im Reinen» Bruecker_Meister_Trauffer (ausverkauft)

Samstag, 30. April 19:00 Uhr
lit.z Literaturhaus Zentralschweiz

Lit.z Literaturhaus Zentralschweiz (nicht rollstuhlgängig)
Nicht nummerierte Sitzplätze CHF 30

Ein Wortkonzert von der Kläranlage bis zur Beichte
Schweiz

Franziska Bruecker Stimme, Synthesizer
Gerhard Meister Stimme, Posaune
Anna Trauffer Stimme, Kontrabass

Zwei Musikerinnen und ein Autor begeben sich auf Reinigungstour: Anna Trauffer, Franziska Brücker und Gerhard Meister in Hochform.

Niere und Leber reinigen und entgiften den Körper. Sie wirken wie eine Kläranlage oder ein Gebirgsmassiv, durch das jahrelang Regenwasser rieselt, um als reines Quellwasser wieder zutage zu treten. Reinigung gibt es aber nicht nur auf dem Gebiet der Körpersäfte und Flüssigkeiten, sondern auch der Geist will gereinigt sein. Jahrhundertelang bot die katholische Kirche mit der Beichte einen Reinigungsdienst für die Seele an. Heute glauben wir vielleicht nicht mehr an die sieben Todsünden, haben aber ein schlechtes Gewissen, wenn wir zu wenig Wasser trinken oder ungesund essen. Die Sehnsucht danach, mit sich selber im Reinen zu sein, ist ungebrochen. 

In einem spielerisch-assoziativen Reigen untersucht das Trio Bruecker_Meister_Trauffer die vielfältigen Beziehungen, die unsere Innereien zum Thema Reinigung und Entgiftung haben. Die beiden Musikerinnen und der Autor tun das mit musikalischen und sprachlichen Mitteln, wobei sich eine strikte Arbeitsteilung auflöst: die Musikerinnen ergreifen das Wort und der Autor greift zur Posaune. Sprache wird dabei zu Musik und Musik zu Sprache. Es erklingen reine und unreine Reime und Klänge.

So begeben sie sich zu dritt auf eine Reise durch die Kläranlage, bleiben im Ölfang hängen und geraten zusammen mit Frischschlamm in die Voreindickung. Sie beschauen ihre Bäuche und fragen sich, wie es unter der Haut aussieht und wo genau die einzelnen Organe liegen. Schliesslich wird zur Operation geschritten: das schlechte Gewissen muss raus!  

Konzertpartner: Bücher von Matt

Eine Veranstaltung im Rahmen des Kulturprojekts «Innereien» der Albert Koechlin Stiftung