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STANSER MUSIKTAGE 2013:
8. bis 14. APRIL
18:28 l 23. April 2012
Autor: Urs Näf
Einer der Stars der diesjährigen Musiktage hiess Fatoumata Diawara, eine 29-jährige Sängerin aus Mali. Ihre Lieder erzählen ihr dramatisches Leben, die Flucht vor den Eltern zum Beispiel, die sie zwangsverheiraten wollten. Fatoumata Diawara ist eine mutige Botschafterin für die Rechte der Frau und die vielen jungen Menschen in Afrika. Die Sendung „Stars“ des Schweizer Fernsehens hat die Sängerin in ihrer Wahlheimat Paris und in Stans getroffen und porträtiert:
http://videoportal.ch.msn.com/video?id=916289a9-460b-41a2-8558-b5260f2451e0
Diawaras erstes Album war 5 Monate lang an der Spitze der Worldmusic Charts. Seither erobert sie ganz Europa. Am nächsten Freitag, 27. April 2012, ist Fatoumata Diawara auch bei DRS2 zu Gast in der Sendung „Musik der Welt“ um 21 Uhr.
http://www.drs2.ch/www/de/drs2/sendungen/musik-der-welt/2704.sh10219574.html
Zudem können auf der DRS2-Site die interessanten Interviews mit Fatou, Maïa Vidal und Omar Sosa, Konzertausschnitte vom Freitag sowie Stimmungsberichte vom Festival gehört werden:
http://www.drs2.ch/www/de/drs2/332201.stanser-musiktage-2012-weltmusik-in-den-alpen.html
18:25 l 22. April 2012
Autor: Urs Näf
Wie jedes Jahr haben die SMT-Organisatoren eine Schlussbilanz über das diesjährige Festival gezogen:
Nach sieben erlebnisreichen Konzertabenden gingen die Stanser Musiktage gestern zu Ende. Nachstehend die wichtigsten Facts zur 18. Ausgabe des Festivals:
> Gesamthaft über 25’000 Besucher
> Die inhaltlichen Ziele wurden qualitativ erreicht bzw. gar übertroffen – alle Konzerte überzeugten mit einer ausgeglichen hohen Qualität und das Publikum erlebte zahlreiche musikalische Entdeckungen. Das Programm verlief sehr abwechslungsreich und sprach ein neugieriges und offenes Publikum an. Der thematische Schwerpunkt mit Projekten aus frankophonen Projekten fand im Vergleich zum Vorjahr (Mediterraner Schwerpunkt) beim Publikum weniger guten Anklang. Die Trilogie mit Bands aus Armenien war künstlerisch betrachtet ein Höhepunkt der 18. Festivalausgabe.
> Die Konzerte mit zeitgenössischer Volksmusik präsentierten sich in grosser Vielfalt und alle vier waren ausverkauft. Bei den Konzerten mit Weltmusik, bisher der zuverlässigste Zuschauermagnet, enttäuschte das Besucherinteresse obwohl die Konzerte von hoher Qualität waren. Insbesondere die Auslastung der Konzerte im Kollegi war rückläufig.
> Die diesjährigen Neuerungen: Die komplette Verlagerung der zeitgenössischen Volksmusik ins Hauptprogramm war ein voller Erfolg und der neue Pavillon beim Winkelriedhaus eine Bereicherung. Der neue Club im Engel kam im Publikum sehr gut an. Täglich zog es mehr Besucher in diese Latenight-Lokalität. Die Latenightkonzerte mit populäreren Inhalten und druckvollerer Musik passten gut an diesen Ort, allerdings enttäuschte uns auch dort – vor allem zu Wochenbeginn – das Publikumsinteresse.
> 40% aller Konzerte waren ausverkauft. (13)
> Die künstlerischen Höhepunkte der Woche waren aus unserer Sicht die Konzerte
Jazz: Youn Sun Nah, Rabih Abou Khalil Quintet, Tigran Hamasyan und Aram Bajakian’s KEF
Weltmusik: Fatoumata Diawara, The Gurdjeff Ensemble, Melingo, Titi Robin Pop Maïa Vidal, Sandra Nkaké, Juliette
Volksmusik: Klangcombi,Rampass
> Weitere Glanzlichter: Medeski, Martin & Wood, Jan Vanèk / Laurent Dujin Duo, Tobias Preisig, sowie Gato Loco
> Der Westschweizer Gitarrist Gaël Zwahlen (Projekt Breakfast on a Battlefield; Hochschule Luzern – Musik) gewann den zum zweiten Mal vergebenen Credit Suisse Förderpreis Jazz und legte mit seinem Gewinner-Konzert ein deutliches Zeugnis seines Könnens und seines Talentes ab.
> Die beliebtesten Konzerte beim Publikum waren Fatoumata Diawara und das Gurdjieff Ensemble
> Das musikalische Kunstprojekt „Surprises“ von Petra Waltinperger, welches in Zusammenarbeit mit dem Nidwaldner Museum entstand, fand sehr guten Anklang. Das tägliche Lichtspiel beim Winkelriedhaus verlieh der Umgebung und dem Haus eine verspielte und farbige Sprache.
> Über 7000 Besucher bei den 33 Konzerten im Hauptprogramm. Dies entspricht einer leichten Zunahme gegenüber dem Vorjahr. Das anvisierte Besucherziel mit 8000 Besuchern im Hauptprogramm wurde allerdings verfehlt.
> Die Auslastung der Konzerte war tiefer als in den Vorjahren – der Wert beträgt ca. 77 % und liegt durchschnittlich unter dem Wert der letzten Jahre.
> Die budgetierten Einnahmen von CHF 1,5 Mio. wurden nicht erreicht und die Organisatoren erwarten ein finanziell negatives Ergebnis. Die geplanten Verkaufszahlen im Haupt- und Rahmenprogramm lagen knapp 10% unter den Erwartungen.
> Das Essangebot im Kollegium und auf dem Dorfplatz wurde wieder rege genutzt und die Besucher verteilten sich angenehm auf die verschiedenen Lokalitäten. Dies führte zu einer spürbar entspannteren und gelösten Stimmung am Festival. Die Qualität des Essens konnte dieses Jahr verbessert werden.
> Die Betriebsleitung mit Christophe Rosset, Katrin Zurfluh, Lukas Tschümperlin und Marquito Müller harmonierte gut und setzte ein organisatorisch einwandfreies Festival um.
> Die Gratisbusse und Extrazüge nach Engelberg, Sarnen, Luzern und in die Nidwaldner Seegemeinden wurde bis in die Morgenstunden rege benutzt.
Im Rahmenprogramm schätzte das Publikum abermals die unvergleichliche und gewohnt friedliche Stimmung. Die Organisation klappte von Montag bis Samstag einwandfrei und es entstanden kaum Engpässe und längere Wartezeiten.
Die über 70 Vereinsmitglieder, die rund 900 Helfer sowie die verschiedenen Kooperationspartner (Vereine, NW Museum) leisteten einen hochmotivierten, gewaltigen Einsatz für die Vorbereitung und während der sieben Veranstaltungstage. Diese enthusiastische Teamleistung machte die Durchführung überhaupt möglich. Vorstand und Geschäftsleitung bedanken sich für diesen einmaligen Effort bei allen freiwilligen HelferInnen und freuen sich heute schon auf die 19. Ausgabe vom 8. bis 14. April 2013.
14:41 l 21. April 2012
Autor: Urs Näf
In Frankreich ist Thierry Robin, genannt Titi, schon längst ein Star. Er ist ein Meister auf Gitarre, Oud und Bouzouki und vor allem ein kreativer Komponist mit einem ganz eigenen Stil und ohne jegliche Scheuklappen. Fast genau 20 Jahre ist es her, dass er mit "gitans" seine Pionierarbeit vorlegte und darauf den Weg der Roma von Rajasthan bis Andalusien nachzeichnete und vertonte. Seine ausgeprägte Offenheit und Neugier brachten dem 1957 in der Bretagne geborenen "gadjo" schon sehr bald grosse Anerkennung innerhalb der verschiedenen Roma-Szenen.
Auch sein neustes Werk „Les Rives“ ist ein sehr spezielles musikalisches Projekt und Robins Offenheit zu verdanken: in Indien, der Türkei und Marokko hat er zusammen mit jungen einheimischen Musikern jeweils eine CD für den lokalen Markt eingespielt, die er Anfang dieses Jahres zu einer Box mit 3 CD’s und einer DVD für den westlichen Markt gebündelt hat. Musik, um zu Entspannen und sich einfach gut zu fühlen – heute Samstag ab 22h30 live im Kollegi-Saal!
Les Rives - Türkei
http://www.youtube.com/watch?v=HXIPpodZzRo&feature=relmfu
Les Rives – Indien
http://www.youtube.com/watch?v=lfzz3hyycEw&feature=relmfu
Les Rives – Marokko
http://www.youtube.com/watch?v=_VU40gmWUKM&feature=relmfu
14:34 l 21. April 2012
Autor: Urs Näf
Der Weltmusik und Jazz-Konzertreigen an den SMT geht ins grosse Finale. Noch einen Abend gibt es viele Bands zu erleben, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Eine Rückschau auf die letzten Tage und einen Ausblick auf den Ohren- und Augenschmaus von heute Abend gibt’s im SI-Style-Blog von Christian Hug
http://www.sistyle-blog.ch/post/2012/04/20/And-the-Beat-goes-on.aspx
Einen Adrenalinkick erlebte Jodok Kobelt von Globalsounds.info letzte Nacht. Den bewegten Einblick in die Konzerte von Kareyce Fotso, Melingo, Maïa Vidal, Tommy Vercetti und den schweisstreibende Psycho-Mambo-Auftritt von Gato Loco gibt er auf seiner Site
Freitag
http://www.globalsounds.info/2012/04/stanser-musiktage-kareyce-fotso-melingo-maia-vidal-gato-loco/
Rückblick Donnerstag
13:43 l 21. April 2012
Autor: Urs Näf
Der zweite Credit Suisse Förderpreis an den Stanser Musiktagen 2012 geht an „Breakfast on a Battlefield“. Die Band des jungen Westschweizer Gitarristen Gaël Zwahlen (Hochschule Luzern – Musik) wurde von einer dreiköpfigen Jury zur Gewinnerin gewählt.
Auszug aus dem Jury-Bericht: „Der diesjährige CS-Förderpreis geht an „Breakfast on a Battlefield“. Gaël Zwahlen (Gitarre), Adrian Guerne (Saxophon) und Lionel Friedli (Drums) stürzen sich mit viel Energie ins Geschehen und lassen lustvoll die Emotionen spielen: Punk-Attitude trifft Jazz, durchwirkt von einem zeitgenössisch-urbanen Puls. Es ist eine ungestüme und unerschrockene Musik und sie hat eine Dringlichkeit.“
Der Credit Suisse Förderpreis wurde von den Stanser Musiktagen in Zusammenarbeit mit dem Schaffhauser Jazz Festival und den Musik-Hochschulen lanciert. Er wurde dieses Jahr zum zweiten Mal ausgetragen. Teilgenommen haben sieben Bands. Vertreten waren die Hochschule Luzern-Musik, die Hochschule der Künste in Bern und Zürich sowie die Hochschule für Musik Basel. Das Spektrum der beteiligten Bands zeigte, dass Jazz heute in ganz verschiedene Richtungen expandiert, von der Verarbeitung volksmusikalischer Traditionen über funkig-rockige Varianten bis zur zeitgenössischen Komposition.
Die Preisübergabe findet heute Samstag ab 19h30 im Jazzpavillon statt. Im Anschluss daran wird die Siegerband noch einmal auftreten.
http://www.myspace.com/breakfastonabattlefield